Augmented Reality - Utopie und Dystopie

Veröffentlicht auf von inge.hannemann

 

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Augmented Reality (AR) eine neue Technik, welche einem im Glauben lässt, sich bereits in der Zukunft zu befinden.

Augmented Reality (AR)

Einführung

Augmented Reality, ein Stück neuer eingebauter Zukunft im Handy. Erweiterte Realität, welche uns glauben lässt, wir befinden uns sowohl in der realen Welt sowie in der virtuellen. Beide Welten vermischen sich miteinander, in dem die reale Welt augenblicklich Informationen über die virtuelle Welt anzeigt. Hightech, welche früher von George Orwell in seinem Roman 1984 beschrieben wurde. Hightech, welche nun für uns als gegenständliche Menschen mit gegenständlichen Informationen gefüttert werden, um diese als positive oder eben auch als negative Faktoren einzusetzen, vermag.

Welche Bedeutung hat diese AR-Software für uns im Alltag für die Zukunft? Kann sich daraus eine Utopie oder eine Dystopie entwickeln? Oder ist dieses bereits geschehen? Nur wir merken nichts davon, weil uns die virtuelle Welt wie eine Wolke umgibt?

Ein Versuch Augmented Realitymeinerseits zu verstehen und für mich einzuordnen.

 

 

AR - Realität

Nehme ich Folgendes an: 

Ich gehe durch die Straßen, egal ob in Hamburg, London oder Efringen-Kirchen (kleines Dorf im Badischen bei Lörrach), mein Handy bei mir - ohne Handy kein Augmented Reality  - und ein kleines Häuschen am Rande der Stadt, des Dorfes lenkt mein Augenmerk auf dieses sinnliche Etwas. Mein bloßes Auge erkennt dieses Haus als etwas mir Gefallendes. Ich nehme es wahr und könnte nun mit der Erinnerung, das war ein jetzt wirklich nettes Häuschen weiterlaufen. Das Häuschen ist vielleicht dann irgendwann vergessen. Die Bilder darüber vielleicht auch irgendwann. Wäre soweit auch in Ordnung. Wenn da nicht noch mein Handy und die AR-Software in meiner Tasche wären.

Auch dieses wäre soweit in Ordnung, wenn ich es schaffen würde, dieses in diesem besinnliche Moment zu ignorieren. Da wir Menschen, vor allem wir Frauen - laut einer weitverbreiteten Aussage von irgendwoher, von Natur aus neugierig sind, bleibt mein Handy nicht in der Tasche.

Meine Hand greift wie von einem Seilzug gezogen in diese besagte Tasche, nimmt das Handy heraus und hält es gegen das Haus. Im Nu erscheinen mir auf dem Touchscreen Informationen darüber, was es für ein Gebäude ist, welche Höhe es hat, wann es gebaut wurde und wo sich das nächste Restaurant, mit entsprechender Namensgebung und öffentlicher Bewertung in einer Community befindet. 

Sie glauben, das ist Utopie? Nein, ganz und gar nicht. Die Software auf diesem Handy ist gefüttert mit Informationen, wie benannt. Wie ein GPS-System, verbunden mit dem Internet sowie einem Kompass oder Bewegungsmelder. Das ist Realität. Und diese Realität sehe ich innerhalb von Sekunden auf meinem Handy, sofern ich eben diese Software installiert habe.

AR - Utopie

Nun stelle ich mir Folgendes vor:

Ich befinde mich in einem Supermarkt. Auf meinem Einkaufszettel stehen Grundnahrungsmittel, wie Nudeln, Kartoffeln, frisches Gemüse und Salat.

Meinen Einkaufswagen schiebe ich zunächst zum Salat, da sich dieser direkt am Eingang des Geschäftes befindet. Mein Griff geht zunächst zu den Salatherzen. Im selben Moment erscheint auf meinem Display des Handys die Information, dass die Salatherzen womöglich mit dem EHEC-Virus infiziert sein könnten, da diese aus einem kleinen Dorf (Name nenne ich bewusst hier an dieser Stelle nicht) in Niedersachsen stammen. Selbstverständlich erscheinen für mich erkennbar der Name des Hofes, das Anbaugebiet und die Daten des Transportes von der Ernte bis zur Endlieferung vor mir.

Weitere Informationen erfolgen auf Touch meines Handys, in welcher Situation sich dieser Hof befindet inklusive Bewertungen und Kommentaren von Sozialnetworks. Die Adresse der nächsten Klinik lese ich ebenso, wie Erste Hilfe Maßnahmen.

So kann ich für mich, für mein Handy eine Spirale ergründen, welche mich immer tiefer in den Strudel hinein zieht. Es liegt an mir, ob ich dieses möchte oder nicht.

Schaue ich mir den Hof vor Ort an, halte mein Handy auf das Namensschild, so erleuchten mir sämtliche Artikel über die EHEC-Krise, verursacht durch diesen Hof. Selbstverständlich mit persönlichen Informationen der Bewohner, sei es über Facebook, Twitter oder Xing.


 

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AR - Dystopie

Datenschutz, Privatsphäre, biometrische Gesichtserkennung, die Liste ließe sich vermutlich endlos erweitern, sind Begriffe, welche mich kritisch werden lassen.

Stellen Sie sich vor: Sie laufen durch die Straße, ein unbekanntes Ich kommt ihnen entgegen, scannt Sie mit seinem Handy und just in diesem Augenblick, weiß er, dass Sie bei Facebook einen Account besitzen, da Ihr Handy einen direkten Zugriff auf Socialnetwork besitzt. Inzwischen Standard bei vielen Smartphones. 

Nun gibt es aber Personen, welche das öffentliche Interesse auf sich ziehen. Das heißt, der mir entgegenkommende Mensch ist ein gerade freigelassener Sexualtäter.

Per People-Tagging verpasse ich diesem oder jenem einen netten Kommentar.

Alle meine Schritte werden / können kommentiert werden. So bekomme ich angezeigt, welche Schraube ich für welches Regal benötige und welche Schritte nacheinander folgen. Eine Erklärung ohne Bedienungsanleitung - per Video.

AR - Realität versus Nutzen

Zum Glück sind wir noch nicht ganz so weit. People-Tagging ist so noch nicht wirklich möglich. Nicht über diesen Weg. Das People-Tagging per Internet ist in meinen Augen schon an der Grenze des persönlichen Eingriffes in die Persönlichkeit von den Betroffenen. 

Wir befinden uns noch nicht in der Zukunft. Die Plattformen für die Applikationen von Augmented-Reality ist noch sehr instabil, die mangelnde Leistung der Hardware ein Hindernis für die Entwickler. Davon ist nicht nur die CPU (Central Processing Unit) und Grafik betroffen, sondern auch die ungenauen Ortungsbezeichnungen der GPS-Bauteile. Diese werden jedoch für die     AR-Applikationen benötigt. Die mangelnde Kompatibilität der Android-Anwendungen der unterschiedlichsten Plattformen stellt ebenso eine Herausforderung für die Entwickler dar, sodass die Auflösungen der Grafiken zum Problem werden.  

Bisher können wir uns mit ein paar Spielen vergnügen, welche uns zum Beispiel Tipps für die richtige Kleidung aus dem Internet geben mit zahlreichen Typ- und Farbberatungen.

Weitere Anwendungen sind in der Schmiede der Entwickler und dort dürfen sie in meinen Augen auch noch ein Weilchen ausharren. Es ist nicht mein Bedürfnis zur den Early Adopters zu gehören.

Urheberrecht: Inge Hannemann; Bilder: www.pixabay.de; Quelle: Inge Hannemann Quelle: Pressebox

 



 

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Interactive Design 11/26/2016 05:41

Interaction design is designing something (in this case a website) to be easy to use. Some typical tasks that interaction designers perform follow a design process of discovery, ideation, and prototyping.