Erste Hilfe-Kurse: Sollte man seine Kenntnisse auffrischen?

Veröffentlicht auf von Hannemann Inge

Erste Hilfe bei einem Unfall, einem Unglück oder Notfall ist man verpflichtet, im Rahmen seiner Möglichkeit zu helfen. Es ist damit gesetzlich festgelegt. Aus dieser Begründung heraus ist es durchaus sinnvoll, seine Kenntnisse bei Zeiten aufzufrischen.

Was ist Erste Hilfe?

Erste Hilfe bedeutet nicht, dass man dazu verpflichtet ist, an Ort und Stelle einen Luftröhrenschnitt zu vollziehen. Vielmehr hat es die Bedeutung, dass vor Ort eine schnelle Heranführung professioneller Retter erfolgt. Mit einfachen, aber oft lebensrettenden Maßnahmen kann so durch mehrere Helfer die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt werden. Das ist der erste Schritt zur Lebensrettung. Und das ist die Aufgabe eines Ersthelfers vor Ort. Und dieses kann nur mit Grundkenntnissen der ersten Hilfe geschehen.

Erste-Hilfe-Kurs

Erste-Hilfe-Kurse finden in jeder größeren Stadt statt. Sie werden regelmäßig unter der Woche als auch an den Wochenenden durchgeführt. Die Kursgebühr beträgt in Hamburg 20 Euro für rund 8 Stunden. Ein Vergleich der Bundesländer zeigt, dass sich die Gebühren nicht groß unterscheiden. Ein Erste Hilfe Training in Nordrhein-Westfalen beim Malteser Hilfsdienst kostet für einen Tag 25 Euro. Dieses ist ein spezieller Auffrischungskurs für Menschen, welche ihre Kenntnisse aktualisieren möchten. Malteser bietet unter www.malteser-kurse.de ausführliche Informationen darüber.

Erste-Hilfe-Kurse bei Notfällen bei Kindern werden ebenso angeboten wie Fortbildungen für Schwesternhelferinnen.

Der Inhalt und Sinn eines Erste-Hilfe-Kurses

Ein Kurs zur Auffrischung enthält Bestandteile eines Grundlehrganges. Das ist die Wiederholung der stabilen Seitenlage, Grundlagen über Störungen von Atmung und Kreislauf, bedrohliche Blutungen, Wundversorgung sowie das Verhalten an einem Unfallort. Inhalte, die zumindest eine Unsicherheit verringern könnte.

Nicht immer ist es das „Nichtsehen“ oder das „Nichtwollen“, wenn bei einem Unfall nicht geholfen wird. Es ist vielmehr die eigene Unsicherheit und die Angst, dem nicht gewachsen zu sein.

Ein Kurs kann dem innerhalb kürzester Zeit abhelfen. Sicherheit kann durch das praktische Üben an einer Modellpuppe erlangt werden. Und wer erinnert sich nicht an den Erste-Hilfe-Kurs zum Führerschein. Das Üben in einer Gruppe kann Spaß machen und gleichzeitig zu einem guten Ergebnis führen. Zumeist geht es den Mitstreitern nicht anders als einem selbst. Man könnte sich ja blamieren und der Führerschein mag auch schon ein paar Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte her sein.

8 Millionen Unfälle pro Jahr

Gibt es doch zu bedenken, dass jährlich rund 8 Millionen Unfälle allein in Deutschland passieren. Davon betreffen jeweils 30 Prozent den Haushalt und die Arbeit. Über 30 Prozent der Unfälle passieren beim Sport und in der Freizeit und weniger als 10 Prozent im Straßenverkehr (Quelle: DRK). Bei diesen Zahlen muss nicht die Angst entstehen, dass man als Ersthelfer zu einem Autounfall kommt. Es kann passieren; jedoch wird eher die Wahrscheinlichkeit bestehen als Ersthelfer zu einem Unfall im Haushalt gerufen zu werden. Informationen finden sich auch unter www.drk.de.

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Veröffentlicht in Ausbildung & Weiterbildung

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