Glosse - Ehrensold vs. Wulff

Veröffentlicht auf von inge.hannemann

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Ex-Bundespräsident Christian Wulff bei der Ernennung von Thomas de Maizière zum Verteidigungsminister

Nun habe ich mich doch mal mit dem Ehrensold unseres Ex-Bundespräsidenten Wulff beschäftigt. Heraus kam eine Glosse:

 

Nun ist aber mal gut. Ehrensold ist auch so ein Ding. Zunächst buttern wir als Bundesbürger erstmal Milliarden in die Rettung von Griechenland. Und nun schmieren wir Tag für Tag zum Frühstück unserem Ex-Bundespräsidenten Wulff 545 Euro aufs Brot. Auf 365 Tage sind das jährlich 199.000 Tausend Euro. Lassen wir ihn noch 25,8 Jahre leben, dem demografischen Durchschnittsalter der Männer in Deutschland, so zahlen wir ein Gnadenbrot von rund 5 Millionen Piepen. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Und das für einen Ex-Bundespräsidenten, der gerade mal weniger als 600 Tage im Dienste stand. Eigentlich ist der Ehrensold eine Beigabe zu einem Tapferkeitsorden oder sonstigem militärischen Verdienst. Apropos Ehrensold – es bleibt ja nicht dabei. Für seine Fahnenflucht, die er buchstäblich vor und neben der Fahne kundtat, kriegt er noch einen Dienstwagen, ein Büro im Präsidialamt plus Sekretärin. Dienstwagen, Büro und Sekretärin – nochmals rund 767 Euro als Beilage. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr! Ehrensold, das bekommt der höhere Soldat, wenn er sich anständig aufgeführt hat. Und zwar im Dienst. Immer schön das Vaterland vertreten. Wenn er bei der Fahne geblieben ist. Und Wulff? Wulff ist von der Fahne gegangen. Eindeutig Fahnenflucht! Und dieses ist nach dem Wehrstrafgesetz §16 mit einer Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bedroht. Fällig bei besonderer Vorsätzlichkeit oder krimineller Energie. Ein Axiom ist gegeben. Beweislos geflüchtet. Rückkehr ausgeschlossen. Nein, einsam ist er damit nicht. Burschen, wie Horst Köhler und Heinrich Lübkes machten es vor. Ehre wem Ehre gebührt. Ehren-Sold: Sold, verdeutscht bezeichnet den Ausverkauf. Und dieser ist durch Tiefstpreise repräsentativ. Ein kuscheliges Plätzchen in einem Altersheim hätte es somit auch getan.

Bild: Flickr

Veröffentlicht in Politik

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