Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger für Eingliederung - Hamburg

Veröffentlicht auf von inge.hannemann

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Das Hamburger Rathaus - die Quelle der Entscheidungen

Hamburg hat mehr Hartz-4-Empfänger als zunächst auf Grundlage der Vorjahreszahlen berechnet. Für die Arbeitslosen bedeutet dieses, dass die Stadt Hamburg von Berlin rund 10 Millionen Euro mehr Geld für die Eingliederung erhält. Zunächst waren für das Jahr 2012 rund 100 Millionen Euro veranschlagt. Nun sind es 110 Millionen Euro. Dieses bestätigt die Sozialbehörde aus Hamburg gegenüber dem Hamburger Abendblatt vom 06.12.2011. Wie das Geld verwendet werden soll ist noch nicht entschieden. So fordert die SPD-Bezirksfraktion und der Paritätische Wohlfahtsverband, dass dieses Geld vor allem den Ein-Euro-Jobs der Stadtteilprojekte fließen soll. Heute, am 06. Dezember 2012 wird sich der Trägerkreis Jobcenter, Agentur für Arbeit und Sozialbehörde treffen und darüber beraten. 

Dem gegenüber steht die Meinung der FDP-Fraktion, welche die Schaffung von weiteren Ein-Euro-Jobs für den falschen Weg hält. So Thomas-Sönke Kluth, stellvertretender Fraktionsvorsitzende: "Die haben sich als unwirksames Instrument der Arbeitsmarktpolitik erwiesen und gehören zurückgefahren".

Quelle: Hamburger Abendblatt vom 06. Dezember 2012

 

In eigener Anmerkung:

Zur Zeit finden bei den Weiterbildungseinrichtungen innerhalb von Hamburg und im Hamburger Senat Diskussionen um die teilweise Streichung von Stadtteilprojekten im Rahmen der Ein-Euro-Jobs statt. Zahlreiche Stadtteilprojekte stehen ab Januar 2012 vor dem endgültigem Aus und damit werden auch zahlreiche Ein-Euro-Jobber ihre Jobs verlieren. Allein in Wilhelmsburg werden mit der Schließung der Tafel rund 500 Menschen ohne kostengünstiges Essen und Nahrungsmittel vor verschlossenen Türen stehen. Besonders davon sind Alleinerziehende und Migranten betroffen. Dieses ist nur ein Beispiel von vielen. Die Entwicklung und die Vergabe der Gelder bleiben abzuwarten.

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